Hintergrundinformationen zur Pfarreipilgerfahrt nach Prag

Liebe Pilger, liebe Pilgerinnen,

  hier einige Informationen, die uns 8 Wochen vor unserer Reise einstimmen wollen in das Land, in das wir reisen und einige geschichtliche Hintergründe liefern.

Böhmen hat zwar keine gemeinsame Grenze mit Thüringen, aber geschichtlich und kulturell waren und sind wir Nachbarn. Zum Beispiel gehörte Böhmen zum Kurfürstentum Mainz, so wie Jena auch. Erst als das Bistum Prag gegründet wurde und dann zum Erzbistum erhoben wurde entwicklete sich eine gewisse Eigentständigkeit und das Königreich Böhmen, dass bis vor 100 Jahren bestand.
Die beiden Slavenapostel Cyrill und Method haben, neben der Mission von Regensburg und Passau aus, einen großen Anteil an der Christianisierung des Landes. Der dreißigjährige Krieg verwüstete Böhmen schlimm. Durch die Gegenreformation wurde das Land wieder katholisch. Entvölkerte Landstriche wurden nach dem Krieg mit Siedlern aus deutsch-sprachigen Teilen des Habsburgerreiches besiedelt. Die Habsburgerin Maria Theresia war von 1740 bis zu ihrem Tode 1780 Erzherzogin von Österreich und Königin Ungarns und Böhmens. Unter ihrem Sohn Josef II. wurde 1781 die Leibeigenschaft aufgehoben.


Sein Ersatz des Lateinischen als erster Amtssprache des Habsburgerreiches durch Deutsch löste bei den Tschechen und anderen Nationalitäten Unmut aus. Hatte die seit 1620 betriebene Bevorzugung des Deutschen dazu geführt, dass vor allem in den Städten auch Böhmen zu Hause deutsch sprachen, die sich als Tschechen verstanden, so fingen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Zuge der nationalen Wiedergeburt viele dieser Familien an, bewusst wieder Tschechisch zu sprechen. 1882 spaltete sich von der damals weitgehend deutschen Karls- Universität eine tschechische ab. Ebenfalls 1882 wurde das Wahlrecht etwas demokratischer, ein Vorteil für die im Durchschnitt etwas ärmeren Tschechen. Seit 1883 hatten sie die Mehrheit im böhmischen Landtag.
Laut Volkszählung 1910 betrug der tschechische Bevölkerungsanteil der 6.770.000 Einwohner Böhmens 63,2 % und der deutsche 36,8 %.
Die konkrete Geschichte der Tschechoslowakei begann vor über 100 Jahren im 1. Weltkrieg. Es gelang einigen Persönlichkeiten mit den Alliierten den Nationalausschuss zu gewinnen und einen eigenen Staat vorzubereiteten.
Tschechoslowakische Truppen kämpften 1918 an der Seite der Alliierten. Im Herbst 1918 konnte der neue Staat konstituiert werden. 
Das nationalsozialistische Deutsche Reich annektierte ihn vorübergehend (März 1939).
Das Parlament der Tschechoslowakei beschloss 1992 die Auflösung der Föderation zum 31. Dezember 1992 und damit die Bildung der beiden Neustaaten Tschechische Republik und Slowakische Republik ab 1. Januar 1993.


Liebe Pilgergruppe,
noch eine kleine Änderung: Da am 27.3. die Johannespassion in Apolda gesungen wird, werden wir einen Tag vorrücken
und am Di. 26. März um 19:00 Uhr im Gemeindehaus unser Pilgerteffen durchführen.

Ihnen allen einen guten Start in die Fastenzeit und bleiben Sie gesund!
Liebe Grüße Klinikpfarrer M.Ipolt. 

hier geht es zum  Flyer