Aktuelle Informationen für die Heilig-Land-Pilger im Oktober 2018 (Stand 14.7.18)

Liebe Heilig-Land-Pilger,

Liebe Pilgerinnen und Pilger! Am Sonntag hören wir in der 1. Lesung wieder von einem wichtigen Ort im Heiligen Land: Bet El,
was soviel wie „Haus Gottes“ heißt. Einige Hintergründe dazu:
Bet-El ist der in der Bibel am zweithäufigsten genannte Ort, nach Jerusalem. Zu biblischer Zeit kreuzten sich in Bet-El einige Straßen
und verbanden den Ort mit Jerusalem, Bethlehem, Hebron und Be’er Scheva (Nord-Süd-Verbindung) sowie mit Joppe am Mittelmeer (West-Verbindung) und mit dem am Jordan gelegenen Jericho (Ost-Verbindung).
Die Stadt soll bereits seit dem 21. Jahrhundert v. Chr. besiedelt gewesen sein.
Laut der biblischen Überlieferung machte Abraham in Bet-El halt, als er nach Kanaan kam, nachdem er in Sichem war: „Von da brach er auf zum Bergland östlich von Bet-El und schlug sein Zelt so auf, dass er Bet-El im Westen und Ai im Osten hatte. Dort baute er dem Herrn einen Altar und rief den Namen des Herrn an.“ (Gen 12,8 )
Jakob übernachtete an diesem Ort während seiner Flucht vor Esau. Im Traum sah er eine Leiter (Jakobsleiter), deren Spitze bis an den Himmel reichte,
an der Engel JHWHs auf- und niederstiegen und über der JHWH stand, welcher zu Jakob sprach und die abrahamische Verheißung bestätigte:
                 „Da erwachte Jakob aus seinem Schlaf und sprach: Wahrlich, Jahwe ist an dieser Stätte, und ich wusste es nicht!
                  Da fürchtete er sich und sprach: Wie schauerlich ist diese Stätte! Ja, das ist der Wohnsitz Gottes und die Pforte des Himmels!
                 Frühmorgens aber nahm Jakob den Stein, den er unter seinen Kopf gelegt hatte, stellte ihn auf als Malstein und goss Öl oben darauf.
                  Und er gab jener Stätte den Namen Bethel.“(Gen 28, 16
)
Während der israelitischen Epoche wurde er ein bedeutendes religiöses Zentrum und konkurrierte zeitweilig mit Jerusalem um Ansehen.(siehe Bild rechts des Wachturms am ehemaligen Tempel von Bet El)


Der erste König des Nordreichs Israel, Jerobeam I., lässt in Bethel, wie auch in Dan ein Goldenes Kalb aufstellen, um ein Gegenstück
zum Zentralheiligtum, dem Tempel im Südreich, zu bieten.

Heute findet sich der Ort nahe dem palästinensischen Dorf Beitin im Westjordanland. Es wird vermutet, dass der Name Beitin die arabische Form des ehemaligen Betel ist. In der Nähe gibt es noch die jüdische Siedlung Bet El, die aber erst nach dem Sechstagekrieg im Jahre 1967 von Israel dort errichtet wurde.

Am Montag feiern wir noch einen Gedenktag, der auf einen geschichtsträchtigen Ort in Israel zurückgeht.
Auf dem Berg Karmel verteitigte der Prophet Elija die Verehrung Jahwes gegen die kanaanäischen Fruchtbarkeitsgötter Baal und Astarte.
Ende des 12. Jahrhunderts siedelten sich dort Kreuzfahrer als Eremiten an. Aus einer solchen Gruppe entstand der Orden der Karmeliten,
der sich unter den besonderen Schutz Mariens stellt. Im 13. Jahrhundert zogen die Karmeliten nach Europa und gründeten
Anfang des 16. Jahrhunderts auch in Jena ein Kloster (am heutigen Engelplatz).
Der 16. Juli ist der Gedenktag „Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel“ und zugleich auch das „Skapulierfest“ der Karmeliten. -

Sie merken: Sehr Vieles, was wir im Kirchenjahr feiern, hat seinen Ursprung im Heiligen Land, in das wir in 3 Monaten reisen werden.
Alle Lichter stehen jetzt auf „grün“. Danke, dass alle ihren Reisebetrag überwiesen haben und somit sind die Betten auch verbindlich bestellt.
Bleiben Sie in froher Erwartung auf unsere gemeinsame Reise. Die Temperaturen dieser Tage stimmen uns schon darauf ein….

Mit herzlichem Gruß

Ihr Klinikpfarrer M.Ipolt

Flyer Pfarreipilgerfahrt 2018