Aktuelle Informationen für die Heilig-Land-Pilger im Oktober 2018 (Stand 20.9.18)

Liebe Pilgerinnen und Pilger,
wie versprochen, kommt auch heute, 20 Tage vor unserer Reise ins Heilige Land,  ein kleiner Kommentar und ein Einblick in den Feiertagsmonat in Israel.


Das Neujahrsfest wurde vor 10 Tagen gefeiert.
Gestern nun feierten die Juden auf der ganzen Welt das höchste Fest Jom Kippur des Jahres 5779. ( jüdischer Kalender), auf deutsch: „Versöhnungstag“ – ein strenger Fast-
und Sühnetag. ( vgl. Buch Exodus Levitikus 29,30) Der Straßenverkehr kommt dabei z.B. völlig zum Stillstand und die Kinder fahren mit dem
Fahrrad auf den Hauptstraßen (siehe Bild).
Heute Abend ist er schon wieder vorbei, der Jom Kippur. Es meldet sich der Alltag für einen Tag zurück, denn auf den Märkten herrscht schon wieder reges Treiben, denn Israel befindet sich wieder vor einem langen Wochenende, erst der Shabbat und dann am Sonntagabend der Beginn des Laubhüttenfestes - Sukkot.
Überall kann man heute den „Shuk arba’at haminim“ erwerben, die vier Arten des Pflanzenstrauches, der für das Fest angeboten wird,
ein Palmzweig, drei Myrtenzweige, zwei Bachweidenzweige und der Etrog.
Und überall kann man jetzt fertig aufgebauten Laubhütten sehen. In jeder Stadt gibt es jetzt die sogenannten „Vier Arten-Märkte“, auf denen die vier Bestandteile des Feststrausses, verkauft werden.
Neben dem Lulav, dem Palmenwedel, werden noch der Etrog, eine Zitrusfrucht, der Myrtenzweig und die Bachweide verkauft. Dazu gibt es dann auch jede Menge von Verzierungen für die Laubhütte, denn sie soll ja schließlich schön aussehen, wenn man in ihr die täglichen Mahlzeiten zu sich nimmt.
In Erinnerung an den Auszug aus Ägypten, als die Israeliten in provisorischen Behausungen wohnten, wird jedes Jahr zu Sukkot dort, wo sich Platz dafür bietet – im Garten, im Hof, auf dem Parkplatz, Balkon oder Dach – die Sukka gebaut, eine mit Ästen, Stroh oder Laub gedeckte Hütte, die unter freiem Himmel stehen muss. In ihr werden, wenn es das Wetter erlaubt, die Mahlzeiten während der siebentägigen Dauer des Festes eingenommen; besonders gesetzestreue Juden übernachten sogar in der Laubhütte.
Ein wenig erinnert das Fest auch an unser Erntedankfest.


Was das Wetter betrifft, so sind die Temperaturen zum Fest angenehmer als in Jena. Heute früh war es in Jerusalem mit 23 Grad sehr angenehm.
Für die Jahreszeit normale Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 28 Grad, Tel Aviv 30 Grad, Haifa 28 Grad, Tiberias am See Genezareth 36 Grad, am Toten Meer 37 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.35 m unter dem Meeresspiegel. Soviel mal etwas aus dem Alltag, der in keinen Nachrichten vorkommt.


Freuen Sie sich weiterhin auf unsere Reise und bleiben Sie gesund!
Ihr Klinikpfarrer Michael Ipolt